Redaktionsplan – Content im Griff

Ein Redaktionsplan wird typischerweise verwendet um Veröffentlichungen in Medien zu planen. Seinen Ursprung hat der Redaktionsplan in klassischen Medien wie Zeitungen oder Zeitschriften, die eine bestimmte Menge an Inhalten zu einem bestimmten Zeitpunkt für die nächste Ausgabe bereitstellen muss. Der Redaktionsplan eines „klassischen“ Mediums ist entstanden, um die Inhalte einer Redaktion für ein Medium zu strukturieren und zu planen.

Mit den neuen Medien haben sich Anforderungen und Zielsetzungen verändert. Das eine Medium steht in einer engen Verflechtung zu Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter oder Blogs. Damit müssen Inhalte und deren Veröffentlichungen in Sprache, Länge und Zeitpunkt für unterschiedliche Kanäle aufbereitet und gesteuert werden. Wer beispielsweise einen Blog betreibt und die Social Media Kanäle nutzt, um auf die Inhalte aufmerksam zu machen, muss die Veröffentlichung auf dem Blog steuern, ggf. Veröffentlichungen auf verbundenen Blogs koordinieren und angepasste Beiträge in den Social Communities planen.

Durch unterschiedliche Anforderungen in Bezug auf Länge; Twitter z.B. hat eine Einschränkung von 140 Zeichen; Sprache und Zeitpunkt der Veröffentlichung, entsteht ein größerer Planungsaufwand. Um diesen neuen Anforderungen gerecht zu werden sind angepasste Versionen eines Redaktionsplans entstanden. Der Social Media Kalender oder Blog-Kalender, unterstützen bei der Planung, Steuerung und Auswertung auf unterschiedlichen Kanälen, und tragen somit zum Erfolg der Veröffentlichung bei.

Die Planung und Vorbereitung von Beiträgen im Voraus verschafft zudem einen wichtigen Vorteil. Sollte man aus irgendwelchen Gründen gerade kein Thema für einen Beitrag haben, oder kommt aus anderen Gründen nicht zum Schreiben, kann man sich aus dem so geschaffenen Themenspeicher bedienen. Einen Redaktionsplan setzen dabei nicht ausschließlich große Redaktionen, Unternehmen oder Agenturen ein, denn auch Einzelpersonen, die ein Medium betreiben, auch wenn es nur für das Hobby ist, behalten so den Überblick.

Art, Umfang und Ausgestaltung reichen dabei von einem handschriftlich geführten Notizbuch, bis hin zu aufwändigen Lösungen mit Redaktions-Workflows, automatisierter Veröffentlichung und Statistik. Welche Ausführung notwendig ist, hängt dabei stark von den Bedürfnissen und der Anzahl der beteiligten Personen ab. Ein einzelner Blogger hat verständlicherweise einen wesentlich geringeren Abstimmungsaufwand als ein Unternehmen mit Fachabteilungen und einer eigenen Redaktion. Ganz grundsätzlich sollte ein Redaktionsplan die folgenden Elemente beinhalten:

  • Thema
  • Kurzfassung (Abstract oder Kurzfassung)
  • Inhalt (Text, Bildmaterial, Video)
  • Autor und Verantwortliche Person
  • Weiterführende Verweise und Medien
  • Schlagworte
  • Kanal für Veröffentlichung (Website, Blog, Social Media)
  • Kanäle für Seeding (Hinweise auf anderen Plattformen)
  • Zeitplanung
    Termin der Veröffentlichung, Termine für Freigaben, Termine und Zeiten für Social Media, Liefertermine für Bilder, Grafiken oder Videos

Fazit:
Ein Redaktionsplan ist ein wertvolles Werkzeug für die Planung und Koordination von Veröffentlichungen im Rahmen des Content Marketings. Bereits ein einfacher Redaktionsplan, z.B. mit einem Taschenkalender, bringt Mehrwert für den Erfolg von Veröffentlichungen.

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