Augmentend Reality

Von Game Freak, Nintendo, The Pokémon Company
Quelle: Game Freak, Nntendo, The Pokémon Company – https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16063375Zuletzt

Zuletzt hat die Firma Nintendo mit Pokémon Go für viel Aufmerksamkeit gesorgt, und damit auch für einen rasanten Kurszuwachs der Nintendo Aktie. Nintendo setzt bei Pokémon Go Augmented Reality ein. Dieser Beitrag dreht sich um die Technologie, den Hype und wie sich die Technologie weiter einsetzen lässt.

Augmented Reality

Augmented-reality-001Unter Augmented Reality (deutsch: erweiterte oder angereicherte Realität / kurz: AR) versteht man die Darstellung (Anreicherung) von digitalen Informationen zur Realität. Beispielsweise die Anzeige von Zusatzinformationen in einem Display wie ein digitaler Stadtführer. Die unmittelbare Realität wird durch Informationen wie Restaurants oder Sehenswürdigkeiten erweitert. Meistens wird von einer visuellen Anreicherung ausgegangen. Eigentlich bezieht sich AR aber auf alle Sinne. Geräusche, Gerüche und auch haptische Eindrücke sind genauso denkbar.

Im Gegensatz zur Virtuellen Ralität, bei der der Benutzer vollständig in einer künstlich erzeugten Welt agiert und selbst nur als Avatar erscheint, besteht ein direkter Bezug zur Realität.

 

Hype mit Folgen

augmented-reality-gamingDass Menschen aus der ganzen Welt mit allen Mitteln versuchten an dieses Spiel zu kommen, und die Unmenge an Beiträgen die zeigen, wie Spieler Gewohnheiten ändern nur um mitzuspielen zeigt sehr deutlich, wie mächtig die dahinter stehende Technologie ist. Ein Spiel im echten Leben zu spielen und dabei zwei Welten miteinander zu verbinden. Der Wunsch, dies zu erleben ist riesengroß und wird uns weiter verfolgen – mit Sicherheit in weiteren Spielen und auch in anderen Bereichen.

Sinnvolle Anwendungsgebiete

Virtuelle Dinge in einem reellem Umfeld einzusammeln ist mit Sicherheit ein schöner Zeitvertreib. Die Technik lässt sich jedoch auch für sinnvollere Themen einsetzen. Ein Monteur könnte sich einen Bauplan darstellen lassen, der Waldspaziergang könnte durch Informationen zur Botanik zu einer Weiterbildung werden oder die Windschutzscheibe des Autos wird zu einem Infoscreen mit Verkehrshinweisen.

1401119-augmented-reality-is-both-a-fad-and-the-future----heres-why-panoramicAus meiner Sicht ist der Bereich des Lernens einer der sinnvollsten. Durch die direkte Interaktion mit der Realität und den hinzugefügten Informationen können wir lernen indem wir uns durch den Alltag bewegen. Wir könnten erfahren wie die seltsamen Früchte in der Auslage des Supermarkts heißen und wo sie wachsen, und wenn wir Sehenswürdigkeiten besuchen könnten wir ein Stück weit in die Geschichte eintauchen.

Ein weiterer interessanter Anwendungsbereich ist der Straßenverkehr. Oft genug taucht aus dem Nichts ein weiteres Fahrzeug oder schlimmer noch ein Kind hinter einem Busch oder einer Mauer auf. Oft ist es nicht möglich schnell genug zu reagieren um eine Tragödie zu vermeiden. Wenn allerdings Position, Richtung und Geschwindigkeit in der Windschutzscheibe eingeblendet würden, könnten einige Unfälle vermieden werden. Vielleicht auch schon nur dadurch, dass der Blick nicht ständig auf das Smartphone wandert, welches von den Blicken der Polizei im Schoß versteckt liegt und doch unaufhörlich unsere Aufmerksamkeit einfordert.

Wie die Zukunft aussehen könnte

Jede technologische Neuerung hat Für- und Widersprecher, denn jede neue Technologie birgt Vor- und Nachteile in sich. Als das Radio Einzug ins Auto gehalten hat, waren die Stimmen laut, die Ablenkung des Fahrers prophezeiten. Aber die Vorteile überwiegen bis heute.

2012_12_19_34_augmentedre_23j8fMit Augumented Reality verhält es sich genauso. In einem Gespräch berichtete mir Mario Wolf (WantedLink), der selbst ein Förderer Neuer Technologien und Entwickler ist, von seiner Horrorvorstellung, dass mit dieser Technologie alle Metainformationen (Name, Alter, Größe, Beruf, Familienstand, Kontostand …) aller Personen in Sichtweite angezeigt werden könnten – direkt eingeblendet in die Brille des Trägers. Zugegeben, technisch durchaus realisierbar. Aber eigentlich verhält es sich mit den Informationen so, wie mit den Informationen, die wir heute auf Facebook, Twitter, Instagram oder Google veröffentlichen. Wenn ich nicht möchte, dass mein Beziehungstatus öffentlich zugänglich ist, dann würde er auch nicht in einer teilvirtuellen Welt angezeigt. Es ist eine Frage der Verantwortung, wie wir mit Daten über uns umgehen. Lästig werden mit an Sicherheit grenzenden Einblendungen der Werbetreibenden, die schon heute mit fertigen Konzepten in der Schublade nur auf eine Massennutzung warten um auch in dieser Welt wieder die Wände mit Bannern zuzukleistern.

Derzeit sehen die AR/VR Brillen noch aus, als hätte man sich einen Monitor um den Kopf geschnallt, aber auch das wird sich schnell ändern. Denn jetzt hat Nintendo eindrucksvoll bewiesen, dass es einen Markt für diese Technologie gibt.

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